Stretchfolien mit PE-Klebertechnologie

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei Agrar-Stretchfolien liegt in ihrer Klebeeigenschaft. Entscheidend dabei ist, wie gut die einzelnen Lagen Folie sich auf dem Ballen miteinander verbinden. Stretchfolien mit PE-Klebertechnologie sind dafür eine ideale Möglichkeit.

Verschiedene Folienarten

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Folientest © Verbund Agrarfolie

Derzeit finden in Österreich 3 Arten von Klebertechnologien Anwendung:

  • Nach der Folienproduktion aufgetragener Klebstoff,
  • PIB-Klebertechnologie und
  • PE-Klebertechnologie.

Einige wenige Agrar-Stretchfolien-Typen sind am Markt zu finden, bei denen der Kleber zwischen der Produktion und dem Aufrollen auf den Rollenkern auf die Folie aufgetragen wird. Diese Variante ist zwar günstig zu produzieren, allerdings auch unsicher in ihrer Qualität, weil ein gleichmäßiges Auftragen nur schwer möglich ist und damit keine regelmäßigen Klebeeigenschaften der Folie sichergestellt werden können.

PIB-Technologie weit verbreitet

Bei der PIB-Klebertechnologie wird die haftende Eigenschaft der Folie mittels Polyisobutylen (kurz: PIB) als Zusatzstoff neben Polyethylen (kurz: PE) bereits bei der Folienproduktion hinzugefügt. Dieses PIB tritt nach der Produktion aus der Folie in die Zwischenräume auf der Rolle. Hier ist der Kleber auf der Folie zu spüren und auch in dem typischen Abrollgeräusch deutlich zu hören. Die PIB-Klebertechnologie ist die am weitesten verbreitete Technologie bei Agrar-Strechfolien.

So funktioniert die PE-Klebertechnologie

Eine innovative weitere Variante ist die PE-Klebertechnologie, bei der kein Kleber in der eigentlichen Form zur Verwendung kommt. Eine der äußersten Schichten einer mehrlagigen Folie, die Haftschicht, ist selbstklebend. Ein Trennmittel zwischen den Folienlagen ermöglicht ein geräuscharmes und gleichmäßiges Abrollen.

 

Durch die Vordehnung im Zuge des Wickelvorganges wird diese Trennschicht „aufgebrochen“ und die haftende Schicht kommt an die Oberfläche. Diese PE-Klebertechnologie bietet gegenüber der herkömmlichen PIB-Klebertechnologie eine Reihe an Vorteilen.

Kein Teleskopieren der Rollen

Bei Stretchfolien mit PIB-Klebertechnologie kommt es immer wieder vor, dass einzelne Rollen während der Lagerung „teleskopieren“. Dabei fungiert der Kleber zwischen den Folienlagen auf der Rolle als eine Art Schmierfilm, der es etwa mithilfe von Temperaturschwankungen ermöglicht, Teile der Folie oder den Rollenkern selbst „aus der Rolle“ zu schieben.

 

Ein Teleskopieren über die Rollenkernbreite macht eine Verarbeitung der Folie unmöglich. Die Rolle wird dadurch wertlos. Da bei der PE-Klebertechnologie anstatt eines Klebers eine selbsthaftende Schicht zum Einsatz kommt, kann bei diesen Stretchfolien das Problem von teleskopierten Rollen nicht auftreten.

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Grafik PIB/PE Klebertechnologie © RWA

Kein Teleskopieren der Rollen

Da sich kein Kleber auf der Folie befindet, können sich auch an der Vorstreckeinrichtung des Wicklers keine Kleberreste ansammeln. Regelmäßiges und aufwändiges Reinigen entfällt damit.


Wichtig ist es aber, vor dem ersten Einsatz der PE-Technologie den Wickler bestmöglich von vergangenen Kleberresten zu befreien. Kleberreste am Vorstrecker können das optimale Laufverhalten erheblich stören.

Leichtes Handling

Die Stretchfolie mit PE-Klebertechnologie weist auf der einen Seite eine klebende und auf der anderen Seite eine glatte Seite auf.

Die Außenseite des Ballens ist damit glatt und nicht klebend und ermöglicht dadurch eine einfachere Manipulation der Ballen.

Mehr Komfort durch leichtes abrollen

Durch das geräuscharme Abrollen bietet die Folie einen besonderen Komfort während des Wickelns. Auch etwaige Anrainer finden keine zusätzliche Lärmbelästigung vor, was mancherorts Konfliktpotenziale dämpfen kann. Bei der PE-Klebertechnologie handelt es sich um ein patentiertes Verfahren. Diese Stretchfolien sind in Österreich exklusiv im Lagerhaus unter der Marke Impos basis, DUOPlus und – neu ab 2019 – Bolax® erhältlich. Autor: DI Nina Mairunteregg, RWA

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