Heimischer Schweine- und Rinderbestand im ersten Halbjahr gesunken

Um 0,9% weniger bäuerliche Rinderhalter seit Dezember 2016.

Wien, 22. August 2017 (aiz.info). - Der österreichische Schweinebestand ist zwischen 1. Dezember 2016 und 1. Juni 2017 um 4,4% (124.000 Stück) auf 2.669.000 Tiere gesunken, wie eine Erhebung der Statistik Austria zeigt. Bei den Rindern fiel der Rückgang mit 0,8% (15.900 Tiere) auf 1.938.000 Stück deutlich moderater aus.

Ferkelzahlen leicht erhöht

Die Zahl der Ferkel und Jungschweine stieg im Halbjahresvergleich um 0,8% auf 1,41 Mio. Tiere. Der Gesamtbestand an Mastschweinen sank um 11,7% auf 1,01 Mio. Stück, jener an Zuchtschweinen hielt sich auf relativ gleichem Niveau (+0,1% auf 241.000 Stück).

Die Zahl der Ferkel nahm um 1,0% auf 667.000 Stück zu, jene der Jungschweine um 0,6% auf 748.000 Stück. Die größte Gruppe der Mastschweine, jene der Gewichtskategorie 50 bis unter 80 kg, verzeichnete einen Rückgang um 10,6% auf 506.000 Stück. Bei Zuchtschweinen hielt sich der Bestand an Altsauen unverändert bei 189.000 Stück, jener an Jungsauen sank um 1,3% auf 46.600 Stück. Die Zahl der Zuchteber stieg im gleichen Zeitraum um 17,5% auf 5.200 Tiere. Der Anteil des Schweinebestands der Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark am Gesamtbestand wuchs von 39,3% auf 93,5%.

Schlachtkälberzahlen am deutlichsten zurückgegangen

Bei den Rindern stellte die Statistik Austria in der Altersklasse des Jungviehs unter einem Jahr einen Rückgang um 2,0% auf 620.000 Stück fest. Die Zahl der Schlachtkälber sank dabei um 5,5% auf 152.000 Stück und jene der anderen Kälber und Jungrinder um 0,8% auf 467.000 Stück.

Der Bestand der ein bis unter zwei Jahre alten Rinder verringerte sich im Vergleichszeitraum um 0,3% auf 431.000 Stück. Im Detail nahm die Zahl an männlichen Tieren um 0,6% auf 161.000 Stück zu, der Bestand an Schlachtkalbinnen blieb mit 79.700 Stück (+0,3%) nahezu unverändert, und jener an Nutz- und Zuchtkalbinnen sank um 1,2% auf 190.000 Stück.

Bei den zumindest zwei Jahre alten Rindern wurde eine Reduktion um 0,2% auf 888.000 Stück festgestellt, die Zahl der Milchkühe blieb konstant bei 540.000 Stück, während jene an anderen Kühen um 0,8% auf 215.000 abnahm. Hingegen gab es am 1. Juni 2017 um 1,3% mehr Nutz- und Zuchtkalbinnen (97.100), dafür um 3,2% weniger Schlachtkalbinnen und sogar um 5,7% weniger Stiere sowie Ochsen.

Moderater Strukturwandel

Rückläufig ist auch die Zahl der Rinderhaltenden Betriebe in Österreich - sie lag am 1. Juni 2017 um 0,9% unter dem Dezemberwert und damit bei 60.000 Höfen. Die durchschnittliche Bestandsdichte betrug 32 Tiere/Betrieb.